Staupe
Die Staupe ist eine der bekanntesten und gefürchtetsten Infektionskrankheiten,
bei der sich die Hunde durch die Sekrete (Augen- und Nasensekrete) und Exkrete
(Kot und Harn) erkrankter Hunde infizieren. Das Staupevirus kommt in allen
Ländern mit Hundehaltung vor und ist auch hierzulande noch weit verbreitet.
Ihr Hund kann sich aber nicht nur durch Kontakt mit einem anderen Hund anstecken.
Gefahr droht vielmehr auch beim Waldspaziergang, weil z. B. Marder und Frettchen
die Krankheit übertragen können.
Es erkranken Hunde jeden Alters, besonders gefährdet sind aber junge Tiere. Erste
Krankheitsanzeichen treten etwa 1 Woche nach der Ansteckung auf.
Je nach Verlaufsform äußert sich die Erkrankung mit Fieber, Appetitlosigkeit,
Mattigkeit, Augen- und Nasenausfluß, Husten und Lungenentzündung bei der Lungenform
oder mit Durchfall und Erbrechen bei der Magen-Darm-Form. Die sogenannte nervöse
Form tritt meist nach Abklingen der beiden vorhergenannten Formen auf; bei ihr
dringt der Virus ins Gehirn ein und führt zu Lähmungen, Krämpfen oder, als
Spätfolge, zur Epilepsie.
Seltener tritt die Erkrankung als sogenannte Hartballenkrankheit auf, häufig
kombiniert mit der nervösen Form, bei der die Fußballen und der Nasenspiegel
mit dicken Hornschichten bedeckt sind. Doch gerade ihr Verlauf ist oft tödlich.
Deshalb sollte der Hund im Alter von 8 bis 10 Wochen und 12 bis 14 Wochen geimpft
werden. Danach genügt dann die jährliche Wiederholungsimpfung.
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Hepatitis (H.c.c.) (Ansteckende Leberentzündung)
Auch bei Hunden gibt es eine ansteckende Virushepatitis. Gefährdet sind allerdings
nur Hunde; auf den Menschen ist diese Infektionskrankheit nicht übertragbar. Kranke,
aber auch gesund erscheinende Hunde sind die Hauptträger der Erkrankung. Ein direkter
Kontakt zwischen Hunden ist jedoch nicht immer erforderlich, weil das Virus lange
ansteckend bleibt und so auch indirekt übertragen werden kann. Hunde, welche die
Erkrankung überstanden haben, können noch monatelang Hepatitisviren ausscheiden und
verbreiten. Die H.c.c. verläuft als fieberhafte Allgemeinerkrankung mit
Futterverweigerung, Brechdurchfall und Gelbsucht. Im weiteren Verlauf kommt es zu
Augen- und Nasenausfluß (aus diesem Grund wurde die Krankheit früher oft mit Staupe
verwechselt) und zu Schmerzen in der Lebergegend. Die Leberschädigung verursacht
unter anderem Störungen in der Blutgerinnung.
Daneben kann es bei dieser Erkrankung auch zu einer vorübergehenden Hornhauttrübung
am Auge und zu chronischen Nierenschäden kommen. Schwerst erkrankte Hunde sterben
unter Krämpfen teilweise sogar über Nacht, ohne vorher lange krank gewesen zu sein.
Hunde, die überleben, zeigen verringerte Gewichtszunahme, und oftmals bleibt eine
chronische Hepatitis zurück.
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Parvovirose
Anfang der 80er Jahre, verbreitete sich eine für Hunde tödliche Virusinfektion,
die Parvovirose. Die Parvoviren werden von befallenen Tieren durch den Kot
millionenfach ausgeschieden. Dabei ist das Virus sehr wiederstandsfähig und kann
noch nach Jahren andere Hunde anstecken.
Die Erkrankung beginnt zunächst mit Fieber und Mattigkeit. Bald darauf stellt sich
Erbrechen und schwerer, übelriechender und meist blutiger Durchfall ein. Bei Welpen
von ca. 4 bis 10 Wochen kann die Infektion zum akuten Herztod führen, ohne dass die
Welpen vorher Krankheitssymptome gezeigt zu haben. Da gegen das Virus selbst Medikamente
unwirksam sind, kommt es trotz intensiver Behandlung vor allem bei jüngeren Hunden
häufig zum tödlichen Verlauf.
Die Erkrankung dauert in schweren Fällen 1 bis 2 Wochen. Ist die erste Woche überstanden,
sind die Hunde meist außer Lebensgefahr.
Parvovirose wird auch als "Katzenseuche der Hunde" bezeichnet. Eine Ansteckung von
Hunden, durch Katzen ist aber ausgeschlossen. In seltenen Fällen können sich aber
Katzen durch den Hund anstecken.
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Leptospirose (Stuttgarter Hundeseuche , Weilsche Krankheit)
Eine durch Bakterien (sogenannte Leptospiren) hervorgerufene Infektionskrankheit, die
sowohl Tiere als auch Menschen betrifft. Ausgeschieden wird der Erreger über eine lange
Zeit durch den Speichel und den Urin eines erkrankten Hundes. Daneben sind Mäuse und
Ratten eine wichtige Infektionsquelle. Es ist aber nicht zwingend ein direkter Kontakt
mit einem infizierten Tier notwendig, da die Erreger über längeren Zeitraum in Pfützen
überleben können.
Nach ein bis zwei Wochen nach der Infektion kommt es zur Erkrankung mit oft typischen,
schwer zu deutenden Symptomen. In schweren Fällen beginnt die Krankheit mit plötzlicher
Schwäche, Futterverweigerung, Erbrechen und Fieber. Atembeschwerden und vermehrter Durst
sind ebenso wie häufiger Harnabsatz weitere Anzeichen. Bei manchen Hunden entwickelt
sich eine Gelbsucht. Erkrankte Hunde erheben sich nur ungern und äußern Schmerzen bei
Druck auf die Nierengegend. Das Überstehen der Krankheit kann chronische Nierenschäden
hinterlassen.
Leptospirose ist in leichten Fällen heilbar, da die Erreger mit Antibiotika relativ
gut behandelt werden können.
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Zwingerhusten (Virushusten)
Durch mehrere Viren, z. B. das Parainfluenza- und das Adenovirus verursachte Infektion
des Hundes. Des weiteren können Bakterien zu einem komplizierten Krankheitsverlauf, z. B.
Lungenentzündung beitragen. Akute Lebensgefahr besteht aber nur in seltenen Fällen.
Trockener Reizhusten mit spuckendem Geräusch, das auf Rachen- und Kehlkopfentzündung
hinweist, und Anfallsweise auftritt. Das Allgemeinbefinden und die Leistungsfähigkeit
des Hundes ist oftmals außerordentlich beeinträchtig.
Der Zwingerhusten tritt vor allem im Frühjahr und Herbst auf.
Nach ein bis zwei Wochen heilt die Erkältung meist ohne folgen aus.
Verbreitet sich sehr rasch, bei großen Ansammlungen von Hunden.
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Tollwut
Viruserkrankung, die auch für den Menschen gefährlich werden kann. Die Tollwut ist
Anzeigepflichtig.
Die Tollwut wird überwiegend durch den Biß eines tollwutkranken Tieres über den Speichel
übertragen und verläuft meist tödlich. Die Hauptinfektionsquelle sind wild lebende
Fleischfresser, in erster Linie Füchse. In letzter Zeit wurde das Virus aber auch
verschiedentlich bei Fledermäusen nachgewiesen.
Zwischen Ansteckung und Ausbruch der Krankheit können 14 Tage bis zu 1 Jahr vergehen.
In typischen Fällen verläuft die Tollwut in drei Phasen:
Das erste Anzeichen ist die Wesensveränderung des Hundes. Er ist launenhaft, ängstlich,
scheu Tiere können anhänglich werden, unruhig, bellt oder beißt unmotiviert, kratzt
an der Übertragungsstelle (Bisswunde). Tritt auf nach einigen Stunden bis 3 Tagen.
Im weitere Verlauf (Exzitationsstadium) der "rasenden Wut", zunehmende Unruhe und
Aggressivität; Zerbeißen von Gegenständen, Appetitlosigkeit, starkes Speicheln,
Unfähigkeit zu trinken, langgezogenes Heulen, schwankender Gang, epileptische
Anfälle ( 1 bis 4 Tage)
Danach (Paralysestadium) Depression mit zunehmender Erschöpfung und Lähmungszuständen;
Tod nach 3 bis 4 Tagen.
Anstelle der "rasenden Wut" kommt auch die "stille Wut" vor:
Der Hund hat einen teilnahmslosen Blick mit ungleich großen Pupillen; starkes Speicheln
und hängender Unterkiefer. Tod nach 2 bis 4 Tagen.
Eine Behandlung ist nicht möglich. Bei Verdacht auf Tollwut müssen nicht geimpfte Hunde
nach Beobachtung in Quarantäne getötet und untersucht werden.
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Schutzimpfungen - warum?
Die Schutzimpfung ist die sicherste Möglichkeit, Krankheiten zu verhindern.
Durch die Impfung wird Ihr Hund Immun, gegen die Krankheit, gegen der er geimpft wurde.
Denken Sie auch daran, das Sie in viele Urlaubsländer nur mit einem geimpften Hund reisen
dürfen.
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